Mehr als ein Fußballturnier auf Langeoog
von Lars Herrmann
Die erste Schifffahrt, die erste Nacht im Zelt, das erste Mal an oder sogar in der Nordsee: Die Tour der D2 des SuS Vehrte zum Insel-Cup auf Langeoog war für die Kinder viel mehr als die Teilnahme an einem Fußballturnier. „Wir sind erschöpft, aber haben jede Sekunde genossen“, lautete das Fazit des Wochenendes.
Der TSV Langeoog hatte zum ersten Mal Vereine vom Festland eingeladen. Zwölf Mannschaften waren bei der E-Jugend dabei, ebenso viele bei der D-Jugend. Wobei Vehrte kurzfristig zwei gleichstarke Teams mit je sieben Kindern bilden musste, so dass alle durchspielen konnten und mussten. Im Spielplan der D-Jugend waren sie als „Pinguine“ und „Waschbären“ aufgeführt. „In der vergangenen Saison hatten wir zwei Trikotsätze: einen mit einem Pinguin als Sponsoren-Logo, einen mit dem Waschbären des Sponsors. Diese Bezeichnung hat sich bei uns so etabliert, wenn wir mit zwei Teams irgendwo antreten“, erklärt Trainer Lars Herrmann.
Die Pinguine hatten den Einzug in das Halbfinale schon so gut wie geschafft, da verhinderte der 1:1-Ausgleich mit dem Schlusspfiff im letzten Vorrundenspiel den zweiten Platz in Gruppe A. Zuvor hatten sie in jeweils acht Minuten dreimal 0:0 gespielt und einmal 4:1 gewonnen, so dass sie Dritter waren. Die Waschbären mussten zwei sehr unglückliche 0:1-Niederlagen hinnehmen, überzeugten aber in den anderen drei Spielen mit einem Remis und zwei Siegen. Sie beendeten die Gruppe B auf Platz vier. Damit kam es in der Platzierungsrunde zum direkten Duell, das die Waschbären im Elfmeterschießen für sich entscheiden konnten (2:2 vorher). Die Waschbären sicherten sich anschließend Platz 5 mit einem 3:0-Sieg, die Pinguine gewannen das Spiel um Platz 7 gegen den Gastgeber TSV Langeoog mit 2:1.

In ein paar Jahren werden sich die Kinder aber nicht mehr an das Abschneiden erinnern. Sie werden von den Fahrradtouren, den langen Nächten (oder kurzen, je nach Sichtweise…) im Zelt, von der Zeit am Strand und auf der Fähre erzählen. Die Teams waren im Erlebniscamp der Sportjugend Niedersachsen untergebracht. „Es war unser erstes Turnier mit Übernachtung, aber sicherlich nicht das letzte. Die Kinder hatten Spaß, haben alles gemeinsam gemacht und haben den SuS wirklich gut im Zeltlager repräsentiert. Wir würden uns freuen, wenn der TSV Langeoog eine Tradition daraus macht und wir wiederkommen dürfen“, sagen Lars Herrmann und Co-Trainerin Marie Lindenlaub. Die Organisation sei bewundernswert gewesen: „Der TSV und das Erlebniscamp haben wirklich viel Mühe, Engagement und Herzblut in dieses Turnier gesteckt.“
In Sachen Ausrüstung war der SuS Vehrte top aufgestellt. Dank des Kfz-Sachverständigen Stephan Mecklenburg hatten die Kinder eine Woche vor dem Insel-Cup neue Trikots, T-Shirts, Trainingsjacken, Sporttaschen und Trinkflaschen erhalten. Außerdem hatte er mit einer Spende dazu beigetragen, dass die Kosten für alle Beteiligten gering blieben.

